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Geschichte unserer Schule

Aus dem Jahre 1577 stammt der erste schriftliche Nachweis von einem Schulmeister in Serfaus.
Als 1774 unter Kaiserin Maria Theresia die Schulpflicht, die dazu f├╝hrte, dass alle Kinder vom 6. - 13. Lebensjahr erfasst und schulpflichtig wurden, eingef├╝hrt worden ist, d├╝rfte der erste Schulmeister der schulpflichtigen Zeit Liborius Purtscher gewesen sein. Der damalige Unterricht sah folgenderma├čen aus: 7.00 Uhr Gottesdienst, danach Unterricht in Bauern- und
Wirtsstuben Der Unterricht begann mit einem Morgengebet und einer kurzen Lebensbetrachtung eines Heiligen. Der Schulunterricht dauerte anfangs nur etwa 3 - 4 Monate (von Martini bis "Palmsonntag") In einem Verzeichnis vom Jahre 1781 wurde Serfaus gemeinsam mit Zams, Prutz und Pfunds als Musterschule angef├╝hrt.
Im Jahre 1785 besuchten 32 Knaben und 27 M├Ądchen dieeinklassige Dorfschule.
1833/34 wurde das 1. Schulhaus mit Lehrerwohnung errichtet.
Jedes Kind, mit Ausnahme von armen Kindern, musste zu dieser Zeit den sogenannten Schulgroschen leisten und selber von zu Hause Holz zum Heizen des Klassenraumes mitbringen.

 

1837 wurde ein Ansuchen um einen zweiten Klassenraum und um eine zweite Lehrperson eingereicht, demnach d├╝rfte die Zahl der Kinder angestiegen sein. Peter Geiger, ein gepr├╝fter Lehrer aus Serfaus, wurde als zweiter Lehrer engagiert.
1897 soll ein gewisser Alfons Purtscher 77 Kinder unterrichtet haben.
Eine Schulhauserweiterung fand im Jahre 1902 statt.
An die 93 Sch├╝ler wurden nun in zwei Klassen unterrichtet.
Von 1922 bis 1978 wirkten die Barmherzigen Schwestern aus Zams als Lehrerinnen in Serfaus.

W├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges besuchten Kinder von G├Ąsten, bzw. nach Kriegsende auch Fl├╝chtlingskinder die Schule in Serfaus.
Nachdem der Tourismus nach Kriegsende zu bl├╝hen begann, wurden auch verst├Ąrkt sportliche Aktivit├Ąten in den Unterricht miteinbezogen.

 

Und dass es auch schon fr├╝her Lausbubenstreiche gab, soll folgende Anekdote zeigen:
Es war zu Beginn der 50er Jahre, als im Dorf die Schneeh├Âhe auf unglaubliche 2.20 m angestiegen war. Der Schulinspektor Egger
hatte sich beim damaligen Lehrer Peintner zu einer Inspektionangemeldet. Als dieser eingetroffen war, unterhielten sich beide P├Ądagogen im Gang des Schulhauses. Pl├Âtzlich war aus der Klasse
lautes Geschrei zu h├Âren und schon kamen die ersten Sch├╝ler angerannt und berichteten aufgeregt, dass zwei Sch├╝ler aus dem ersten Stock gesprungen seien. Lehrer Peintner eilte sofort
in den ersten Stock und pr├╝fte die Berichterstattung. Die Sch├╝ler hatten wohl die Wahrheit gesagt. Tats├Ąchlich waren im Schulhof zwei L├Âcher im tiefen Schnee zu sehen, in denen die zwei Lausbuben wohl verschwunden waren. Nicht lange ├╝berlegt, sprang ihnen der Lehrer nach und grub sie aus. Beide Sch├╝ler konnten unversehrt aus dem Schnee geborgen werden. Eine recht angenehme Situation bei einer Inspektion, wie man sich vorstellen kann.

1958/59 erfolgte der Abriss des 125 Jahre alten Schulhauses und zugleich die Errichtung eines neuen Schulhauses, das den anwachsenden Sch├╝lerzahlen gerecht wurde.

 

Einige Baudaten:

25. - 28.04.1994 Baubeginn
08.01.1995 kleine Er├Âffnungsfeier
09.01.1995 erster Schultag im neuen Schulhaus
07.05.1995 feierliche Er├Âffnung des gesamten Schul-und Kulturhauses.
Der Mehrzweckbau, in dem u.a. R├Ąumlichkeiten, wie ein Festsaal, Turnsaal, Probelokal der Musikkapelle, Vereinslokal der Jungbauern,... untergebracht sind, wurde von Architekt Walter Bader geplant.